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Freigaben bei Veranstaltungen dokumentieren: Warum „mündlich okay“ nicht reicht

Die Bühnenstatik ist geprüft, der Feuerwerksplan abgestimmt, die Security-Firma beauftragt — aber wo steht eigentlich, wer das freigegeben hat, und wann? Bei vielen Veranstaltungen laufen solche Freigaben über WhatsApp-Nachrichten oder ein kurzes „Passt, mach mal“. Im Schadensfall ist das ein Problem.

Warum Freigaben überhaupt dokumentiert werden müssen

Drei Gründe, die in der Praxis regelmäßig zuschlagen:

  • Haftung: Bei einem Schaden wird gefragt, ob die verantwortliche Stelle die Freigabe erteilt hat — und ob sie dafür zuständig war. Ohne Dokumentation ist das schwer zu belegen.
  • Versicherung: Viele Veranstaltungsversicherungen verlangen im Schadensfall einen Nachweis, dass sicherheitsrelevante Freigaben ordnungsgemäß erteilt wurden.
  • Nachvollziehbarkeit im Team: Wer war zuletzt für die Bühnenfreigabe zuständig, ist die Frist schon abgelaufen, wartet noch jemand auf eine Antwort? Ohne System verliert man schnell den Überblick.

Was eine gute Freigabe-Dokumentation enthält

  • Wer hat die Freigabe angefordert (Antragsteller/in, meist eine bestimmte Rolle im Organigramm)?
  • Wer ist zuständig für die Genehmigung — üblicherweise die Rolle, die laut Organigramm die fachliche oder rechtliche Verantwortung trägt (z. B. VfV für technische Freigaben)?
  • Eine Frist, bis wann die Freigabe vorliegen muss.
  • Eine Kategorie (technisch, behördlich, sicherheitsrelevant, intern) — hilft, Prioritäten zu erkennen.
  • Verknüpfte Dokumente — Statik-Nachweis, Genehmigungsschreiben, Prüfprotokoll.
  • Der Status-Verlauf: Entwurf → angefordert → genehmigt/abgelehnt/widerrufen, jeweils mit Zeitstempel.

Wer darf genehmigen?

Eine häufige Falle: Jeder im Team kann „Okay“ sagen, aber nicht jeder ist eigentlich zuständig. Sinnvoll ist, die Genehmigungsbefugnis an die Rolle im Organigramm zu knüpfen, die laut Struktur — siehe Organigramm für Veranstaltungen — tatsächlich verantwortlich ist, plus die direkt übergeordnete Rolle als Vertretung.

Praxisbeispiel

Der Bühnenbauer fragt eine Freigabe für den geänderten Rigging-Plan an. Die zuständige Rolle (VfV Bühnentechnik) prüft und genehmigt — mit Kommentar und verknüpftem Prüfprotokoll. Zwei Wochen später, beim behördlichen Vor-Ort-Termin, kann diese Freigabe mit Zeitstempel und Person sofort vorgelegt werden, statt in E-Mail-Postfächern zu suchen.

EventCommand macht aus mündlichen Zusagen einen dokumentierten Prozess: Freigaben mit Frist, Kategorie, zuständiger Rolle und verknüpften Dokumenten — inklusive vollständigem Status-Verlauf, jederzeit abrufbar.

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